Ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit in Hinblick auf die (Wieder-)Herstellung eines Gleichgewichts im Körper ist auch das Zusammenspiel von Mineralien.
Das Gegenspiel von Mineralstoffen in ein komplexes Thema, da die Mineralien im Körper in einem empfindlichen Gleichgewicht zueinander stehen. Hierbei kann es bei unausgeglichener Ernährung oder einer zu hohen Zufuhr bestimmter Mineralien leicht zu Mangelzuständen oder Überdosierungen kommen, die sich negativ auf die Gesundheit und auf das Zusammenspiel des Organismus auswirken können.
Um diese Thematik einmal zu verdeutlichen, schauen wir uns hier einmal das Zusammenspiel von Kupfer und Magnesium an:
Magnesium und Kupfer sind zwei Mineralstoffe, die im Körper eine wichtige Rolle spielen und in vielen biochemischen Prozessen zusammenwirken. Sie wirken hierbei jedoch nicht nur unabhängig voneinander, sondern auch in einem gewissen Gegenspiel zueinander, was bedeutet, dass sie sich in Ihrer Funktion ergänzen oder gegenseitig beeinflussen können. Ein ausgewogenes Verhältnis dieser beiden Mineralstoffe ist daher wichtig für die Gesundheit.
Du wirst gar nicht glauben, was ein Gleichgewicht dieser beiden Mineralstoffe für den Organismus bedeutet.
1. Magnesium und Kupfer als Antagonisten
Magnesium und Kupfer stehen in einem gewissen Gegenspiel zueinander, insbesondere in Bezug auf Ihre Aufnahme und ihren Stoffwechsel im Körper:
Magnesium kann die Aufnahme von Kupfer beeinträchtigen, wenn es in zu hohen Mengen aufgenommen wird. Ein Überschuss an Magnesium kann die Aufnahme von Kupfer aus dem Darm in den Blutkreislauf hemmen.
Umgekehrt kann Kupfer ebenfalls die Absorption von Magnesium beeinflussen, auch wenn dieser Effekt weniger stark ausgeprägt ist.
Diese Wechselwirkungen werden durch den Wettbewerb um ähnliche Absorptionsmechanismen im Darm beeinflusst, was bedeutet, dass zu viel von einem Mineralstoff die Aufnahme des anderen beeinträchtigen kann.
2. Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System
Beide Mineralstoffe haben eine Schlüsselrolle im Herz-Kreislauf-System:
Magnesium unterstützt die Entspannung der Blutgefäße, was den Blutdruck reguliert und die Blutgerinnung beeinflusst.
Kupfer wiederum spielt eine Rolle bei der Blutbildung, insbesondere bei der Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin, und es ist an der Kollagenproduktion beteiligt, was die Struktur der Blutgefäße stärkt.
Ein Ungleichgewicht zwischen diesen beiden Mineralstoffen kann zu Blutdruckproblemen oder einer schlechten Blutgerinnung führen.
3. Stoffwechsel und Enzyme
Beide Mineralstoffe sind auch an der Funktion von Enzymen beteiligt, die für den Energiestoffwechsel und andere biochemische Prozesse wichtig sind:
Magnesium ist als Cofaktor in hunderten von Enzymreaktionen aktiv, besonders in Bezug auf den Energiestoffwechsel und die Muskel- und Nervenfunktion.
Kupfer ist ein Bestandteil von Enzymen, die Antioxidantien produzieren und die Freisetzung von Eisen aus den Speichern des Körpers regulieren.
Ein Mangel von einem der beiden Mineralstoffe kann die Funktion der jeweiligen Enzyme beeinträchtigen und den Stoffwechsel negativ beeinflussen.
4. Immunsystem und Antioxidantien
Beide Mineralstoffe unterstützen das Immunsystem und die Produktion von Antioxidantien, aber auf unterschiedliche Weise:
Magnesium spielt eine Rolle bei der Aktivierung von Vitamin D, das unter anderen für die Immunabwehr wichtig ist.
Kupfer ist Bestandteil des Enzyms Superoxiddismutase (SOD), das als starkes Antioxidans wirkt und hilft, den Körper vor oxidativem Stress zu schützen.
Ein Ungleichgewicht dieser beiden Mineralstoffe könnte die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigen, sich gegen freie Radikale zu verteidigen, was langfristig das Risiko für chronische Erkrankungen erhöhen kann.
5. Knochen- und Gelenkgesundheit
Magnesium ist wichtig für den Knochenaufbau, da es in Kombination mit Calcium für die Stabilität und Elastizität der Knochen sorgt.
Kupfer trägt zur Bildung von Kollagen bei, einem wichtigen Strukturprotein für Knochen und Gelenke.
Ein Mangel an einem dieser Mineralstoffe kann zu einer schwächeren Knochenstruktur oder einer schlechteren Wundheilung führen.
6. Kupfer und Magnesium im Zusammenhang mit Zink
Ein weiterer wichtiger Faktor, der das Gleichgewicht von Kupfer und Magnesium beeinflusst, ist Zink. Zink hat eine ähnliche Wirkung wie Magnesium auf Kupfer, indem es dessen Aufnahme beeinträchtigen kann. Ein hoher Zinkspiegel, besonders bei Zinkpräparaten, kann zu einem Kupfermangel führen, was wiederum das Gleichgewicht zwischen Kupfer und Magnesium stören könnte.
Die richtige Balance ist also entscheidend
Der Körper benötigt sowohl Magnesium als auch Kupfer für viele wichtige physiologische Funktionen. Ein Magnesiummangel kann die Kupferaufnahme beeinträchtigen, während ein Kupfermangel wiederum den Magnesiumstoffwechsel beeinflussen kann. Umso wichtiger ist es, die (und weitere) Mineralstoffe in einem gesunden Gleichgewicht zu halten. Ein Zuviel an einem dieser Mineralstoffe kann als den anderen beeinträchtigen und verschiedene Gesundheitliche Probleme verursachen.
Hast du dich in einem der aufgeführten Problembilder wiedererkannt? Dann wäre es ein Ansatz, einmal in diese Richtung zu schauen.
Phyto- oder Gesteinsmineralien?
Hierzu habe ich eine klare Meinung:
Wenn es darum geht einen Mangel gezielter auszugleichen und gewisse Mineralien "hochzufahren" sind für mich Gesteinsmineralien (also Mineralien, welche z.B. aus Vulkangesteinen gewonnen werden) ideal. Die Anwendung ist dann meist kurzfristig. Hierbei ist auch die Tätigkeit der Leber zu berücksichtigen, da anorganische Mineralstoffe stärker über die Leber und Nieren verarbeitet werden. Eine Überdosierung kann bei anorganischen Gesteinsmineralien daher nicht ausgeschlossen werden.
Wenn es darum geht, den Körper langfristig mit Mineralien zu versorgen, dann sind für mich Phytomineralien (also Mineralien pflanzlichen / organischen Ursprungs) die richtige Wahl.
Warum?
Ich sehe Phytomineralien als tendenziell besser bioverfügbarer an. Richtig dargereicht, z.B. mikronisiert, ist zum einen eine effektivere Verwertung gegeben; zum anderen ist der Körper in der Lage, ein Zuviel auszugleichen und auszuscheiden.
Darüber hinaus kommen Phytomineralien mit einigen Sekundärstoffen wie Ballaststoffen, Vitaminen und Antioxidantien daher, welche eine synergetische Wirkung mit den Mineralstoffen haben können. Diese können die Mineralienaufnahme verbessern oder die Nutzung der Mineralien im Körper optimieren.
Im Gegensatz zu Gesteinsmineralien, wie sie oft in verschriebenen Mineralpräparaten zu finden sind, verfügen Phytomineralien kaum Hemmstoffe, welche die Absorbtion von den anderen Mineralien oder Vitaminen verhindern könnten.



